Neues Buch im September 2019

Buchcover WebAufbau Verlag Berlin 2019, erscheint Mitte September (gebundene Ausgabe). In Zusammenarbeit mit Bernd-Lutz Lange

Der 9. Oktober 1989 in Leipzig ist der schicksalhafteste Tag der Friedlichen Revolution. Hochgerüstete Polizisten standen mehr als 70.000 Menschen gegenüber. Der gewaltlose Ausgang des Tages hat viele Väter, viele Mütter. Als einer der „Leipziger Sechs“ arbeitete Bernd-Lutz Lange am 9. Oktober mit an einen Aufruf, den Kurt Masur über den Stadtfunk verlas und der dazu beitrug, dass diese Montagsdemonstration friedlich verlief.
Dreißig Jahre danach begibt sich Bernd-Lutz Lange auf Spurensuche und entdeckt noch bislang Unbekanntes. Sein Sohn, der Historiker Sascha Lange, zeichnet anhand überlieferter Akten die Ereignisse nach und zeigt, welchen immensen Aufwand der SED-Staat betrieb, um das zu verhindern, was er nicht mehr verhindern konnte – das Aufbegehren mündiger Bürger für Freiheit und Demokratie.

Wir feiern die Leipziger Meuten!

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Sascha Lange und Johannes Herwig geben sich die Ehre und ehren die Leipziger Meuten.

Überall im Leipziger Stadtgebiet gab es ab Mitte der 1930er Jahre Jugendcliquen jenseits der Hitlerjugend, bis zu 1.500 Jungen und Mädchen gehörten ihnen an. Offensiv gingen sie gegen die HJ vor und verteidigten ihre Freiräume und ihre Subkultur.

Vor genau 80 Jahren fanden 1938 vor dem Volksgerichtshof in Leipzig die ersten beiden Schauprozesse gegen Meutenmitglieder statt – wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“. Die NS-Justiz unterstellte den Cliquen, staatsgefährdende, illegale kommunistische Gruppen zu sein. Insgesamt acht junge Menschen aus den Meuten „Hundestart“ und „Lille“ wurden Ende Oktober 1938 zu bis zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, manche kamen nach ihrer Haftstrafe ins KZ Buchenwald. Die von den Nationalsozialisten erhoffte abschreckende Wirkung unter der Jugend stellte sich jedoch nicht ein – im Gegenteil!

80 Jahre nach den Ereignissen wollen wir die Meuten feiern. Für ihren Freiheitswillen, für ihr antifaschistisches Engagement, für ihre Jugendkultur. Unsere Matinee besteht aus zwei Teilen: Im Ersten wird der Historiker Dr. Sascha Lange in das Wesen der Leipziger Meuten einführen, unterstützt durch zahlreiche Fotos und Dokumente. Im zweiten Teil liest Johannes Herwig aus seinem preisgekrönten Roman „Bis die Sterne zittern“, das erste Buch über die Connewitzer Meute.

Sonntag, 04. November 16 Uhr im UT Connewitz

Sonntag, 18. November 17 Uhr in der Schaubühne Lindenfels

Behind The Wall – neues Buch im März

BehindTheWall_Buch_1.inddBehind The Wall – Depeche Mode-Fankultur in der DDR ist eine Coming-of-Age-Geschichte. Eine Do-It-Yourself-Geschichte. Eine Musik-Geschichte. Eine Geschichte über Depeche Mode. Eine Geschichte, die zeigt, dass Jugendliche in Ost und West sich in den 1980er-Jahren viel ähnlicher waren, als sie selbst damals wussten. Und doch anders waren – wegen der Umstände. Eine Geschichte von einem Mauerfall lange vor dem Mauerfall. Eine grenzenlosen Fanliebe …

Das Buch in Zusammenarbeit mit Dennis Burmeister erscheint am 7. März 2018 im Ventil Verlag und ist ab sofort portofrei vorbestellbar. Gefördert wurde Behind The Wall durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Lesetourtermine sind hier einsehbar

Beitrag in Sammelband zu Widerstand im NS erschienen

Die Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg hat im November 2017 den Sammelband „Mut bewiesen. Widerstandsbiographien aus dem Südwesten“ veröffentlicht. Darin befindet sich auch ein von Sascha Lange verfasster Beitrag zur Swingjugend in Stuttgart und Freiburg.

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Zum Inhalt: Jenseits aller politischen, religiösen oder weltanschaulichen Prägungen ist es doch der persönliche Mut der Frauen und Männer, die gegen die nationalsozialistische Terrorherrschaft Widerstand geleistet haben, der uns höchsten Respekt abverlangt. Dieses Buch vereint für den deutschen Südwesten mehr als vierzig Biographien von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Motiven heraus Widerstand geleistet haben. Dabei stehen diejenigen im Mittelpunkt, die noch immer selten oder gar nicht im Fokus der Erinnerungskultur des Landes stehen. Durch ihr Handeln haben sie gezeigt, dass es in allen gesellschaftlichen Gruppen und in jeder Phase des „Dritten Reiches“ möglich war, sich zu wehren – sofern man den Mut dazu hatte.

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