Wir feiern die Leipziger Meuten!

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Sascha Lange und Johannes Herwig geben sich die Ehre und ehren die Leipziger Meuten.

Überall im Leipziger Stadtgebiet gab es ab Mitte der 1930er Jahre Jugendcliquen jenseits der Hitlerjugend, bis zu 1.500 Jungen und Mädchen gehörten ihnen an. Offensiv gingen sie gegen die HJ vor und verteidigten ihre Freiräume und ihre Subkultur.

Vor genau 80 Jahren fanden 1938 vor dem Volksgerichtshof in Leipzig die ersten beiden Schauprozesse gegen Meutenmitglieder statt – wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“. Die NS-Justiz unterstellte den Cliquen, staatsgefährdende, illegale kommunistische Gruppen zu sein. Insgesamt acht junge Menschen aus den Meuten „Hundestart“ und „Lille“ wurden Ende Oktober 1938 zu bis zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, manche kamen nach ihrer Haftstrafe ins KZ Buchenwald. Die von den Nationalsozialisten erhoffte abschreckende Wirkung unter der Jugend stellte sich jedoch nicht ein – im Gegenteil!

80 Jahre nach den Ereignissen wollen wir die Meuten feiern. Für ihren Freiheitswillen, für ihr antifaschistisches Engagement, für ihre Jugendkultur. Unsere Matinee besteht aus zwei Teilen: Im Ersten wird der Historiker Dr. Sascha Lange in das Wesen der Leipziger Meuten einführen, unterstützt durch zahlreiche Fotos und Dokumente. Im zweiten Teil liest Johannes Herwig aus seinem preisgekrönten Roman „Bis die Sterne zittern“, das erste Buch über die Connewitzer Meute.

Sonntag, 04. November 16 Uhr im UT Connewitz

Sonntag, 18. November 17 Uhr in der Schaubühne Lindenfels

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